Gartenfotografie mit Jan Wegener und Jakob Magnus

mehr als nur ein Hintergartenansitz für Singvögel

Vor ein paar Tagen kontaktierte mich ein guter Freund, Jan Wegener , bezüglich seiner Stare im Hintergarten. Natürlich mußte ein wenig geplant werden, zumal noch Wendehälse und anderes Gezwitscher auf der Wunschliste stehen und die Zeit momentan recht knapp bemessen ist was die Fotografie betrifft. So blieben wir in Berlin und konzentrierten uns auf einen idealen Ansitz von Staren auf dünnen zweigen.

Das die Hintergartenfotografie an einer kleinen Futterstelle nicht immer einfach ist, soll ein kleines Webvideo belegen. Hier kann gut ergründet werden, wieviel Liebe zum Detail in diese Aufnahmen einfließt. Mit welcher Präzision und Geduld die Zweige positioniert und dekoriert werden. Am Ende ist alles vollkommen falsch gesteckt und wird wieder abgerissen, um binnen weniger Minuten neu zu entstehen. Fast käme es der Kunst von Zengärten gleich. Ein Muster ziehen, um es wieder zu verwischen. Doch mit ein wenig Geduld und der notwendigen Beobachtungsgabe, erreichten wir das Ziel unserer Aufnahmen.

Youtube Video

S150_1 S150_2 S150_3

Das nebenbei auch ein kleines Video entstand, lockerte den recht anstrengenden Tag auf. Mit einer kompakten Canon Powershot G10 filmten wir nach und nach die einzelnen Szene einer Ansitzpräparation und führten diese Dokumentation über 7 Stunden fort.
Um noch das Setup ein wenig zu beschreiben, hier die Liste der Notwendigen Materialen :

passende Zweige und junge Äste mit kleinen Blättern
viele Kabelbinder
Pflanzstöcke
Futterschale mit geeignetem Futter
Tarnversteck
Kamera mit großer Telebrennweite
Blitz mit “BetterBeamer-Aufsatz”
Blitzbatterien aka Quantum Turbo oder JJC
viel Geduld und Kleinarbeit für das einzig richtige Setup

Diese Liste liest sich für den einen oder anderen recht simpel, doch es kommt wirklich auf das perfekte Zusammenspiel aller Komponenten, letztendlich der Akteure an. Nur wenn wirklich alles absolut abgestimmt mit einander harmoniert, können die Ergebnise überzeugen.
Um eine wichtige Frage vorweg zu nehmen, nur ein sehr geringer Bruchteil unserer Bilder entsteht auf diese Weise. Sehr scheue und nicht endemische Arten lassen sich niemals auf diese Weise anlocken. Da hilft nur beobachten, studieren und planen, am Ende entscheidet dann doch immer das Glück des Tüchtigen über ein Gelingen oder Misserfolg.